Adolf-Reichwein-Grundschule Beltheim

Schulentwicklung

 

 

 

 

 

Übersicht

 

1. Unterrichtsentwicklung (Ziel 1)

2. Schul-/Unterrichtsentwicklung (Ziel 2)

3. Arbeit mit den RS-Materialien von N. Sommer-Stumpenhorst

4. Reichweinpädagogik 

 

Stand: Juni 2011
1. Unterrichtsentwicklung 

 

 

Ziele:   

Die Schüler beherrschen Methoden und Strategien des selbständigen Lernens im Bereich Rechtschreiben.

Die Fehlerzahl eines Jahres in bestimmten RS-Bereichen um 40% minimieren

 

 

 

 

 

 

 

Maßnahmen:  Indikatoren:

Partner- und Selbstkontrolle  (Kontrollblätter, Techniken 

wie Korrekturkarte und Zeilenhinweise)

 

Fehler werden vom Schüler  

selbst erkannt.

 

Freiarbeit: Stationen und Thekenarbeit/ Tages- und 

Wochenplan

 

Das Unterrichtstempo ist

variabel, der Schüler kann sein

Timing selbst bestimmen.

 

 

Zeitfenster für Korrektur, erkennen von Fehlertypen 

(Merkzettel), Wörterbucharbeit

 

Fehler werden selbständig

korrigiert.

Rechenrahmen, Plakate, Anlauttabelle,

Wörterbücher, Korrekturkarte mit  Anweisung

 

Hilfsmittel im Klassenraum (z.B.

Wörterbücher) stehen bereit

und werden genutzt.

 

Konkrete Schreibanlässe, Lebensweltbezug, Natur-

phänomene, mathematische Problemstellung

Der Schüler lernt an seinen realen Problemen.

Bücherei, Lesekartei, Lernboxen, Paletti-Scheiben, 

PC (Internet): Informationen beschaffen,  

S.-Stumpenhorst-Material

 

Der Schüler arbeitet selbständig

mit Medien.

 

S-E-L-Gespräche, differenzierte Arbeitsblätter, 

Einschätzung der RS- Leistungen anhand von Kriterien

 

Der Schüler wird zur Selbstein-

schätzung befähigt.

 

Partnerarbeit, Gruppenarbeit, (einschließlich: 

Helferprinzip) Helfersystem

 

Das selbständige Lernen schließt

auch kooperatives Lernen ein.

 

Spiralförmiges Lernen, regelmäßig  Aufgabenmuster 

selbständig und fächerübergreifend anwenden 

Der Schüler kann Gelerntes auf neue Aufgaben übertragen.

 

 

 

Messverfahren:

·      o Textdiktate (akustisch, optisch)

 

·     o  Wörterdiktate (z.B. aus den schulinternen GWS-Listen)

 

·     o  Standardisierte Tests (z.B. DRT)

 

·     o  Schülerfragebogen

 

o  Kollegiales Gespräch

 

 

2. Schul-/Unterrichtsentwicklung 

 

Ziel:

Mindestens 80% der Eltern, Lehrerinnen/Lehrer und Erzieherinnen/Erzieher sind zufrieden mit der Kooperation Kindergarten- Grundschule

 

 

 

Maßnahmen:

Indikatoren:

1.Gemeinsame Planungsarbeit 

-     Erstes Treffen im Schuljahr: Rückblick, Schuljahresplanung   (Der Orientierungsrahmen für das Schuljahr 2012/13 wurde am 20.9.12 gemeinsam erstellt. Er ist am Ende dieser Page eingefügt.)

      o  Überlegungen zum gemeinsamen Elternabend

-     o 3-4 Treffen zur Planung von Vorhaben

   Treffen der zukünftigen LehrerInnen und ErzieherInnen

Reflektionsgespräche,

Ergebnisse

 

 

2.Informationsveranstaltung und Beratung der Eltern

 

-    o Informationsabend für die Eltern der Schulneulinge mit einem   

        pädagogischen Rahmenthema

-     o Mainzer Schulspiel

 

Fragebogen-Items zur Elternzufriedenheit;

Reflektion am Informations-

abend

 

3.Gemeinsamer Unterricht

 

-     o Schulrallye mit Paten der 4.-3. Klassen (Erkundungslauf)

-     o Gemeinsamer Unterricht im  1. Schuljahr

-     o Gemeinsames Projekt im 2 Schuljahr

 

Beobachtungen der Erzieher und Lehrer: gemeinsame Reflexion; Smily-Plan für die Rückmeldung der KITA-Kinder

4.Gemeinsame Veranstaltungen/ Unternehmungen

 

-     o Gemeinsamer Einschulungsgottesdienst

-     o Nutzung eines Schulraumes für die Vorschularbeit (einen 

          Vormittag wöchentlich)

-     o Gemeinsame Karnevalsfeier in der Schulsporthalle

-     o Abschlussfahrt mit den Kindern der 1. und 2. Klassen

 

wird bei der Erstellung des Fragebogens thematisiert

Messverfahren:  

·     o  Fragebogen (für Eltern, Erzieherinnen, Lehrer u. Lehrerinnen)

 

·     o  Kollegiales Gespräch

 

·     o  Protokolle (Dokumentation)

 

 

3. Arbeit mit den RS-Materialien von N. Sommer-Stumpenhorst

 

Das entsprechende Material wurde angeschafft. Erste Erprobungen wurden durchgeführt, Absprachen und Rückmeldungen zum Einsatz des Materials sollen in regelmäßigen Abständen im Schuljahr 2011/12 erfolgen.     Am 27.9.11 nahmen 5 Kolleginnen und der Schulleiter an einer Fortbildungsmaßnahme in der PL-Außenstelle Daun teil (Referentin: Fr. Blasen) - s. Chronik, 27.9.11
Grundkonzept

Ø    Lernausgangslage des Kindes berücksichtigen

Ø    Aufbau differenzierter Lernprozesse

Ø    Aufbau individueller Lernprozesse

Ø    RS-Lernprozess als qualitativer Entwicklungsprozess  auf  3 Ebenen: Laut-, Wort-, Kontextebene

Ø    Die 3 Entwicklungsebenen bilden die Ordnung der Rechtschreibung.

Ø    Privatschreibung der Kinder: Hinweis auf Stand im RS-Lernprozess

Ø      Vermittlung und Einübung effizienter Methoden

Grundkompetenzen: RS-Gespür entwickeln, RS-Wissen (Eigenregeln) aufbauen, Texte korrigieren

Ø      Pädagogische Ziele:   

Kinder zu selbständigem und effizientem Lernen anleiten, eigene Talente nutzen, mit Problemen umgehen, Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen, soziale Verantwortung zeigen

 

Rechtschreibübungen im Rahmen der RS-Werkstatt :   Prototypische Übungen für das Rechtschreiblernen:

Ø    Verinnerlichtes Mitsprechen/ Abschreiben von Texten und Wörterlisten

Ø    Such- und Sortieraufgaben mit dem Modellwortschatz

Ø     Aufbauender Wortschatz

Ø    Aufgaben zum Entdecken regelhafter Zusammenhänge (RS-Prinzipien)

Ø    Aufgaben zur Textkorrektur

Ø    Übungen zu den einzelnen Lernbereichen (Zimmer)

Ø    Aufeinander aufbauende Übungen (Lernstufen)

 

Rechtschreibwerkstatt

Ø    Ordnung der Rechtschreibung: 3 Etagen für grundlegende RS-Prinzipien (Lernebenen)

Ø    Einzelne Zimmer: einzelne Lernbereiche, je ein zentrales RS-Prinzip

Ø    Untergeschoss: Grundlegende Kompetenzen

Ø    Im Mittelpunkt: Bildung eines Rechtschreibgespürs

Ø    Rechtschreibgespür als Voraussetzung zur Entdeckung von RS-Prinzipien

Ø    Entdeckung von RS-Prinzipien hat Vorrang vor RS-Regeln

4. Reichweinpädagogik 

Die folgenden Bereiche sind wichtig (wenn man sie im Hinblick auf die Schulentwicklung zur Kenntnis nimmt):

  • Gemeinschaftsvorhaben  (Verlaufsklarheit, Initiative, Gruppenarbeit, Helferprinzip, Präsentationen -empfohlen!)            
  • Selbständigkeit/Selbsttätigkeit (z.B. Arbeit mit den Materialien von N. Sommer-Stumpenhorst   -verbindlich!)
  • Handarbeit mit Naturstoffen (Holz und Ton -verbindlich! - Wolle  -empfohlen!)
  • Arbeit im Freien (Naturerkundung, Geländepflege, Lese- und Malgruppen, -empfohlen!)
  • Mitgestaltung der Lernumgebung (Treppenhaus, Windfang, Flur,  -verbindlich)
  • Einbindung von Eltern, Handwerkern, Fachleuten in die Unterrichtsarbeit (-empfohlen!)
  • Fahrten und Wanderungen (Tagesfahrten, Aufenthalte in Jugendherbergen, Wandertage -verbindlich!)
  • Aktionen der Schulgemeinschaft (Feste, Feiern, Sportveranstaltungen -verbindlich)

        

Die Bereiche sind Teil des vor Jahren in Gruppen erarbeiteten Schulprogramms, das im AQS-Bericht (2010) nicht dargestellt wird. Teile der oben genannten Bereiche sind auch für die seit Jahren bewährten monatlichen Kontakte mit den Kindergärten von Bedeutung (u.a. dargestellt in der Online-Chronik), im AQS-Bericht sucht man sie vergeblich. Die Bereiche sind ein wichtiger Teil der „Seele“ unseres Unterrichts-/Schullebens, deren Erfassung über standardmäßige Fragebögen schwer möglich ist. Der empirische Ansatz zur Erkenntnis von Sachverhalten relativiert sich beim Umgang mit Menschen, der hermeneutische Ansatz bezieht diesen Sachverhalt ein: Der Götterbote Hermes brachte den Menschen die Erkenntnisse über den Götterhimmel, jedoch nur in Teilen. Etwas bleibt der menschlichen Erkenntnis entzogen, trotz einer Masse an Datenmaterial. In der Wissenschaft sind übrigens beide erkenntnistheoretischen Ansätze anerkannt.